Hauszeitung Dampfbote - Flipbook - Seite 5
Frühlingsgeschichte
Das Geheimnis des Frühlingsgartens
Von da an trafen sich die beiden fast
jeden Tag im Garten. Sie jäteten
Unkraut, pflanzten neue Blumen und
erzählten sich Geschichten. Nach ein
paar Wochen blühten die ersten
Krokusse in leuchtendem Lila und Gelb.
Die ersten warmen Sonnenstrahlen
fallen durch das Fenster von Lenas
Zimmer. Draußen zwitschern die Vögel
und im Garten recken die ersten
Blumen ihre Köpfe aus der Erde. Lena
liebt den Frühling, doch dieses Jahr ist
etwas anders. Als sie aus dem Fenster
sieht, entdeckt sie eine kleine Gestalt,
die hinter dem alten Apfelbaum
entlanghuscht.
Eines Tages kam Lenas Großvater in
den Garten und blieb überrascht
stehen. „Na, das sieht ja wunderschön
aus!“, rief er. Dann schaute er die
beiden Mädchen an. „Ihr habt den alten
Garten wieder zum Leben erweckt.“
Neugierig läuft sie nach draußen. Der
Garten gehört ihrem Großvater und sie
haben hier schon unzählige Abenteuer
erlebt. Doch heute ist da jemand
Fremdes. Als sie vorsichtig um den
Baum herumspäht, entdeckt sie ein
kleines Mädchen mit einem roten Schal.
Es hockt neben einem Beet und hält
eine kleine Gießkanne in der Hand.
Lena und Mia sahen sich an und
lächelten. Der Frühling war nicht nur in
den Beeten angekommen – sondern
auch in ihren Herzen.
„Hey! Wer bist du?“ Lena versucht
freundlich zu klingen, aber das
Mädchen
zuckt
erschrocken
zusammen. Dann sagt es leise: „Ich
heiße Mia. Meine Oma hat mir immer
erzählt, dass dieser Garten verzaubert
ist – und dass die Blumen nur blühen,
wenn man sie mit Liebe gießt.“
Lena schaut auf das Beet. Tatsächlich
sprießen dort ein paar kleine grüne
Spitzen. „Verzaubert, sagst du?“ Sie
grinst. „Dann sollten wir lieber dafür
sorgen, dass der Zauber nicht verloren
geht!“
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