Hauszeitung - Der Bote vom Deutenberg - Flipbook - Seite 16
Expertenforum
Bericht der Rieten Apotheke:
Wenn Wunden heilen - So bleiben
Narben unauffällig
Moderne Narbenpflege: von Silikon bis Sonnenschutz
Eine kleine Schnittverletzung, eine
Operation oder ein Unfall: Wo die Haut
verletzt wird, bleibt oft eine Narbe
zurück. Wie sichtbar sie langfristig ist,
hängt entscheidend auch von der
richtigen Pflege ab und vom richtigen
Zeitpunkt. „Narben sind Teil des natürlichen Heilungsprozesses. Mit moderner Narbenpflege lässt sich ihr Erscheinungsbild jedoch deutlich verbessern“,
erklärt Apotheker Frank Klaiber von der
RietenApotheke.
„Wichtig
ist,
frühzeitig mit geeigneten Maßnahmen
zu beginnen. Die Wunde muss in Ruhe
heilen dürfen. Sie soll sich also weder
durch mechanische Reize noch durch
Erreger entzünden.
Wenn der Schorf, der die offene Stelle
abdeckt, weich bleibt, bilden sich auch
seltener kleinere Narben. Erst, wenn
die Wunde vollständig ge-schlossen ist,
kommen Narbengels, -öle, -cremes
oder Narbenpflaster zum Einsatz.“
„Silikonprodukte gelten heute als
Goldstandard
in
der
Narbenbehandlung“, so Frank Klaiber. „Sie sind
gut verträglich und sowohl für frische
als auch für ältere Narben geeignet.“
Auch rückfettende Pflegeprodukte und
Öle wie beispielsweise JohanniskrautÖl, unterstützen die Hautregeneration.
Bewährt haben sich vor allem
silikonhaltige Produkte, etwa Gele oder
Pflaster. Sie halten die Narbe elastisch,
sorgen für genügend Feuchtigkeit in
der Haut und können Rötungen sowie
Verhärtungen reduzieren.
Ergänzend kann eine regelmäßige Narbenmassage helfen, das gerötete, verhärtete Gewebe geschmeidig zu halten
und Spannungsgefühle zu lindern. Dazu
eignen sich weiche Zahn-bürsten oder
Narbenroller sehr gut, auch um die
16