Hauszeitung - Der Bote vom Deutenberg - Flipbook - Seite 23
Zeitsprung
Das Wunder von Bern
Passend
zur
aktuellen
FußballWeltmeisterschaft erinnern wir uns an
einen der größten Momente des
deutschen Fußballs: den überraschenden WM-Sieg von Bern im Jahr 1954.
Am 4. Juli 1954 schrieb die deutsche
Fußball-Nationalmannschaft
Geschichte. Im Finale der FußballWeltmeisterschaft in Bern traf sie auf
die hoch favorisierte Mannschaft aus
Ungarn, die damals seit Jahren ungeschlagen war und bereits das Vorrundenspiel gegen Deutschland deutlich
mit 8:3 gewonnen hatte.
Vor 62.500 Zuschauern im Berner
Wankdorfstadion begann das Endspiel
denkbar schlecht: Ungarn führte
bereits nach acht Minuten mit 2:0. Viele
glaubten, das Spiel sei schon entschieden. Doch die deutsche Mannschaft um Kapitän Fritz Walter gab nicht
auf. Max Morlock verkürzte auf 1:2,
wenig später erzielte Helmut Rahn den
Ausgleich.
Bei strömendem Regen kämpften beide
Teams verbissen um den Sieg. Sechs
Minuten vor dem Ende geschah das
Unglaubliche: Helmut Rahn schoss den
Ball zum 3:2 ins Tor. Reporter Herbert
Zimmermann
rief
begeistert
ins
Mikrofon: „Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist
aus! Deutschland ist Weltmeister!“
Für viele Menschen in Deutschland war
dieser Sieg weit mehr als ein
Fußballerfolg. Neun Jahre nach dem
Ende des Zweiten Weltkriegs schenkte
er den Menschen Hoffnung, Stolz und
neues Selbstvertrauen. Bis heute ist das
Finale als „Wunder von Bern“ bekannt
und gilt als eines der denkwürdigsten
Spiele der deutschen Sportgeschichte.
Wussten Sie schon?
Deutschland gewann 1954 zum ersten
Mal die Fußball-Weltmeisterschaft. Der
entscheidende Torschütze hieß Helmut
Rahn.
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