Inside Alpenland 2025-26 - Magazin - Seite 36
Porträt von Petra Timucin
P昀氀egedienstleitung bei Alpenland Mobil Ravensburg
Wenn der Tag für viele Menschen gerade erst beginnt,
ist Petra Timucin längst mittendrin. Um 6:15 Uhr sitzt
Ein Team, das trägt
sie bereits am Schreibtisch, passt Touren an, koordi-
Für Petra Timucin ist klar: P昀氀ege gelingt nur im Miteinander.
niert Termine und verscha昀昀t sich einen Überblick, bevor
Ehrlichkeit, Empathie und gegenseitige Unterstützung sind
die Telefone heiß laufen. Seit über 15 Jahren prägt die
für sie die Grundpfeiler. „Man merkt ein gutes Team daran,
P昀氀egedienstleiterin das Gesicht von Alpenland Mobil – und
dass es auch in stressigen Zeiten zusammenhält.“ Dieses
trägt damit entscheidend dazu bei, dass ältere Menschen
Klima weiterzutragen und jungen Mitarbeitenden vorzule-
möglichst lange in ihrem Zuhause bleiben können.
ben, gehört für sie genauso zur Führung wie Organisation
und betriebswirtschaftliches Denken.
„Jeder Mensch sollte so lange wie möglich in seiner Häuslichkeit
bleiben dürfen“, sagt Petra Timucin. Dieser Satz klingt wie
ein Leitspruch – und ist zugleich das Herzstück ihrer Arbeit.
Mehr als nur systemrelevant
Dass sie in der ambulanten P昀氀ege ihre Erfüllung fand, war
Die Pandemie hat die P昀氀ege ins ö昀昀entliche Bewusstsein
kein Zufall. Schon früh spürte sie, dass gerade hier die
gerückt – endlich, könnte man sagen. Doch für Petra
Mischung aus Fachwissen, Menschlichkeit und Nähe ein-
Timucin reicht das nicht: „Wir brauchen mehr gesellschaft-
zigartig ist. „Die häusliche Krankenp昀氀ege ist anspruchsvoll –
liche und politische Wertschätzung. Unsere Arbeit ist ein täg-
und unglaublich bereichernd.“
licher Mehrwert für die Gesellschaft.“
Vom kleinen Team zum P昀氀egedienst
Am
Als sie bei Alpenland an昀椀ng, war das Team noch über-
Zusammenfassung für ihren Beruf. Drei Worte, die zugleich
schaubar: drei Mitarbeitende, 16 Klienten*innen. Heute
Leidenschaft und Anspruch spiegeln:
Ende
des
Gesprächs
昀椀ndet
sie
eine
präzise
betreut sie mit 15 Kollegen*innen über 70 Menschen.
„Auf dieses Wachstum bin ich stolz – und auf die Anerkennung,
die wir inzwischen auch von Ärzte*innen, Krankenhäusern
und Sozialdiensten bekommen.“ Doch Zahlen allein machen sie nicht zufrieden. Vielmehr ist es die Beständigkeit:
Mitarbeitende, die seit vielen Jahren bleiben, die familiäre
Nähe zu den Klienten*innen, das Gefühl, etwas wirklich
Sinnvolles zu bewirken.
Zwischen Organisation & Menschlichkeit
Ihr
Arbeitsalltag
ist
bunt
und
fordernd:
von
Beratungsgesprächen über Qualitätssicherung bis hin
zur Vermietung von Seniorenwohnungen. Es sind viele
Rollen in einem Job – Managerin, Zuhörerin, Fachfrau.
Herausfordernd bleibt der Umgang mit Krankenkassen
und der Spagat zwischen steigenden Anforderungen und
begrenzten Ressourcen. Doch die Momente, in denen
dank ihrer Arbeit Menschen weiter in ihrer vertrauten
Umgebung leben können, überwiegen. „Das sind die
schönsten Seiten meines Berufs.“
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P昀氀ege
Mehrwert.
Dankbarkeit.
Abwechslungsreich.