Inside Alpenland 2025-26 - Magazin - Seite 64
Ein Gespräch über Beruf, Berufung und Zukunft
P昀氀ege mit Haltung
Interview mit Markus Ruthardt
Wohnbereichsleitung und Praxisanleiter im Haus der
Betreuung und P昀氀ege Am Deutenberg
Vom persönlichen Schicksal zur Berufung: Markus
Ruthardt leitet seit 2019 einen Wohnbereich im Haus der
Betreuung und P昀氀ege Am Deutenberg in Schwenningen.
Im Gespräch erzählt er, wie er zur P昀氀ege kam, was ihn antreibt – und warum Ausbildung und Wertschätzung für ihn
Schlüsselthemen sind.
Ein persönlicher Impuls für die P昀氀ege
M.R.
Mein Weg in die Altenp昀氀ege begann mit einem
persönlichen Erlebnis. Nach einer Augen-OP er-
Mit Herz und Teamgeist bei Alpenland
M.R.
Seit April 2019 arbeite ich im Haus Am Deutenberg
in
Schwenningen
als
Wohnbereichsleitung.
litt meine Mutter einen Schlaganfall und wurde
2021 folgte die berufsbegleitende Weiterbildung
p昀氀egebedürftig. Ich arbeitete damals bereits in
zum Fachwirt für Führung und Organisation mit
der Heilerziehungsp昀氀ege und unterstützte mei-
Praxisanleiter-Quali昀椀kation.
nen Vater bei der häuslichen P昀氀ege. In dieser Zeit
merkte ich, wie erfüllend die Arbeit mit älteren
Am meisten schätze ich mein Team. Auf ihre
Menschen ist – und entschied mich bewusst für
Fachlichkeit und Menschlichkeit kann ich mich
die Altenp昀氀ege.
verlassen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass
unsere Bewohnerinnen und Bewohner mit Herz
umsorgt werden.
Vom Azubi zur Führungskraft
M.R.
Nach der Fachoberschule Sozial begann ich 1989
„Jede Biogra昀椀e ist einzigartig“
die Ausbildung zum Heilerziehungsp昀氀eger und arbeitete in einer Einrichtung für junge Erwachsene
mit geistiger und psychischer Beeinträchtigung.
M.R.
Mich begeistert besonders die psychosoziale Seite
der Arbeit mit älteren Menschen. Viele unserer
2006 wechselte ich in die Altenp昀氀ege und absol-
Bewohnerinnen und Bewohner sind im oder kurz
vierte ab 2009 die Ausbildung zum examinierten
nach dem Krieg aufgewachsen und haben unser
Altenp昀氀eger, die ich 2012 abschloss. Ab 2017 war
Land geprägt – das verdient großen Respekt.
ich ambulant bei der Diakonie als stellvertretende Stationsleitung tätig und sammelte wichtige
Auch die medizinische Arbeit bleibt abwechs-
Erfahrung in Führung und Verantwortung.
lungsreich. Keine Erkrankung ist gleich, jede Situation braucht eigene Lösungen. Der
Austausch mit Ärzten, Physiotherapeutinnen und
anderen Berufsgruppen macht die Arbeit vielseitig und lehrreich.
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Mitarbeitende im Fokus